DANCING TO CONNECT

„Das war ein wunderschöner Tag, heute“ ist das Fazit der Schülerinnen, die am Projekt „Dancing To Connect“ teilnehmen durften und heute gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern von fünf anderen Stuttgarter Schulen anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der American Days in Stuttgart auf der Bühne des Wilhelma Theaters standen.

Vergessen ist die Skepsis der ersten Tage des einwöchigen Workshops, in dem die Mädchen angeleitet von Aviva Geismar, Sophie Bortolussi und Kathy Wasik von der New Yorker Tanzkompanie Drastic Action ihren Tanz choreographierten. Sehr neu und ungewohnt waren die Übungen und Bewegungen, die zum Teil an klassisches Ballett und an Modern Dance angelehnt waren und so gar nichts mit dem erwarteten Hip Hop zu tun hatten. Es war zwar von Anfang an klar gewesen, dass es nicht um Hip Hop gehen würde sondern um Kreatives Tanzen, aber trotzdem fragten die Schülerinnen anfangs immer wieder, wann sie endlich mit dem Tanz anfingen.

Doch am zweiten Abend waren einige schon Feuer und Flamme. „Schaut mal, was wir gemacht haben, wir haben angefangen, ein Gefühl auszudrücken, und es ist ein Tanz daraus geworden“, sagte Lisa und Efi meinte: „ Es ist weit entfernt von dem, was wir erwartet hatten, aber es macht Spaß“.

Als so das Eis gebrochen war, lief der Workshop immer besser: Im Laufe von nur fünf Tagen entwickelten die Tänzerinnen mit den Mädchen aus den Übungen eine Choreographie, übten und verfeinerten sie am sechsten Tag - und das alles auf Englisch!

Angefangen hatte alles am Jahresanfang mit der Ausschreibung des Deutsch-Amerikanischen Zentrums, das fünf Schulen suchte, die an dem Projekt DANCING TO CONNECT teilnehmen wollten. Dieses Tanzprojekt hat in Freiburg schon zweimal stattgefunden und nun sollte es nach Stuttgart und Berlin kommen. Nach unserer Bewerbung vergingen viele Wochen, bis dann endlich Anfang April die Mitteilung kam, dass die Schickhardt-Realschule neben der Steigschule, der Luginslandschule, dem Königin-Olga-Stift und der Oscar-Paret-Schule zur Teilnahme an dem Projekt ausgewählt worden war!

Nun ging es ans Organisieren: die Turnhalle reservieren, den Förderverein um Unterstützung bitten, die Teilnehmerinnen auswählen. Zwar ging die Zahl der Bewerber ein wenig zurück, als klar war, dass der Workshop auch am Wochenende stattfinden würde und dass daneben keine Zeit für anderes sein würde, trotzdem musste das Los entscheiden, um die Gruppe letztendlich festzulegen. Die Teilnehmerinnen waren schließlich: Xheneta H., Batseba Y., Kristina K., Kristina T., Nadine H., Zuhal B., Gül Ö., Anastasia T., Berna B., Bogdana G., Lisa und Stefanie G., Vanessa G. und Efthimia D.

Heute also der große Tag des Auftritts. Schon morgens kamen alle Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen zum Wilhelma-Theater zur Generalprobe, nachdem am Vortag jede Schule einzeln auf der Bühne geprobt hatte. Danach aufgeregtes Warten auf die Matinee-Vorstellung. Was würden die Eltern, die Freundinnen und Freunde, die Klassenkameraden sagen, würde alles klappen, keine einen Fehler machen? Das Lampenfieber war groß, der Erfolg der Aufführung aber auch und die Zuschauer waren begeistert. So konnten die Tänzerinnen mit größerer Gelassenheit der Abendvorstellung entgegensehen. Da sollten zwar wichtige Persönlichkeiten im Publikum sitzen, wie z.B. der Innenminister und der Oberbürgermeister, aber jetzt fühlten sich alle viel sicherer und so gelang diese Aufführung sogar noch besser.

Und dann ist es vorbei. Beim anschließenden Empfang überreichen die Mädchen ihren drei Tanzlehrerinnen ein Abschiedsgeschenk. Fotos werden gemacht, Adressen getauscht. Es gibt Umarmungen und Tränen. Die Woche war so wunderbar und der Abschied fällt sehr schwer. Seltsam, dass wir immer erst merken, wie schön ein Erlebnis ist, wenn es vorbei ist.

Das Fazit von Berna: „Es war viel besser als Hip Hop. Hip Hop ist Alltag, das kannst du immer und überall machen, aber was wir gemacht haben, ist etwas ganz Besonderes.“


Mehr Bilder des Projekts finden Sie in unserer Galerie und die Videos auf unserer Videoseite

Autor: I. Faller

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