Besuch der Gedenkstätte Grafeneck 2011
Die Klassen 9a/b/c besuchten am 14. 7. 2011 die Gedenkstätte Grafeneck, ein idyllisch gelegenes Schloss in der Nähe von Bad Urach, wo 1940 in der Zeit des Nationalsozialismus 10654 anscheinend "geistig behinderte Menschen" ermordet wurden.
Frau Rössner leitete die Führung, führte die Schülerinnen und Schüler auf sehr feinfühlige Art in einer Gesprächsrunde über die Ursachen von geistiger Behinderung in die Problematik ein.
In der Diskussion, was damals als Schwachsinn galt, sind die Schülerinnen und Schüler sehr engagiert, fragen nach NORM und NORMALITÄT, erfahren, dass die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausging, nicht nur Juden, Sinti und Roma, sondern auch die deutsche Bevölkerung bedrohte.
Die Frage, wie man früher und heute mit Behinderten umgegangen ist bzw. umgeht, lässt die Schülerinnen und Schüler schnell den Bogen spannen zu ihrer eigenen Schule. Sie reflektieren, dass behinderte Kinder an ihrer eigenen Schule integriert werden und sie berichten von ihrem respektvollen Umgang mit ihnen.
Auf dem Weg vom Schloss zu der Stelle, wo 1940 die Behinderten umgebracht wurden, begegnen sie auch den jetzt dort lebenden Behinderten. Sie kommen mit ihnen ins Gespräch und verhalten sich sehr sensibel.
Wir besuchen den Friedhof, auf dem die Überreste der gefundenen Toten bestattet worden sind und fahren anschließend denselben Weg zurück, auf dem damals die grauen Busse die Menschen in die Tötungsanstalt gebracht haben.
Wir danken den Schülerinnen und Schülern für ihren respektvollen Umgang mit diesem Ort.
Frau Karakaya, Frau van Koolwijk, Frau Dangel, Herr Kirchhoff und Herr Kobler
| |
